[Im Rahmen des Modul „Digitale Medien“ (Dozenten Moritz „mo.“ Sauer und Lars Sobiraj) hat die SML-Studentin Ana Victória Sampaio Lechner eine kompakte Überblick (gemeinfrei) über die Creative Commons Lizenzwelt ausgearbeitet, den ich auch anderen Studierenden nicht vorenthalten möchte.]

Online sind mehrere Millionen Bilder, Video, Texte, Songs verfügbar. Urheber möchten ihre Werke verbreiten, jedoch ohne ihre Rechte an ihnen zu verlieren. CC-Lizenzen bieten unterschiedliche Möglichkeiten an, kreatives Eigentum zu schützen.

Die Creative Commons ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die das kreative Eigentum durch Lizenzvergaben schützen möchte. Auch in einem stark dynamischen Umfeld wie das Internet, wird geistliches Eigentum durch das Urheberrecht geschützt. Jedoch ist dieser eher eine Bremse für den schnellen kreativen Austausch. Denn Urheber von Texten, Bilder, Videos, usw. möchten ihr Werk zwar verbreiten, jedoch nicht die Rechte an ihrer Schöpfung verlieren. An dieser Stelle kommen die Creative Commons Public Lincences (kurz: CCPL) ins Spiel!

Unterschiedliche Lizenztypen für alle Bedürfnisse

Mit den CC-Lizenzen wird ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten und -rechten abgedeckt. Sie bewegen sich zwischen dem klassischen Urheberrecht (Copyright) und die Public Domain, also zwischen der Nutzung nur mit Einwilligung und gegen Vergütung und der Nutzung ohne Einwilligung und ohne Vergütung.

Bei den Creative Commons werden sechs Lizenztypen unterschieden. Alle sechs Lizenzen beruhen auf die Namensnennung des Urhebers in einer festgelegten Art und Weise. Die weiteren unterschiedlichen Lizenzmerkmale beziehen sich auf Bedingungen der Weitergabe, kommerzielle Nutzung und Bearbeitungsmöglichkeiten.

Mit 4 einfachen Fragen zu Deiner CC-Lizenz!

Mit der Beantwortung von vier einfachen Fragen zu den Nutzungsrechten von kreativen Eigentum wird schnell die benötigte CC-Lizenz ermittelt. Dabei ist das Format des Werkes, also ob es ein Video, Bild, Text oder eine Audio-Datei, nicht von Relevanz. Die Fragen können mit ja oder nein beantwortet werden. Wenn Du eine Frage mit ja beantworten kannst, dann weiter zur nächsten! Wenn die erste Frage mit nein beantwortet wird, dann ist keine CC-Lizenz sinnvoll, sondern das klassische Copyright.

Frage 1: Teilen
Dürfen andere Dein Werk beliebig weitergeben? (Veröffentlichen, kopieren, anderen vorführen)

Frage 2: Bearbeiten
Dürfen andere Dein Werk beliebig verändern, bevor sie es weitergeben?

Frage 3: Kommerzielle Nutzung
Werden die oben genannten Rechte auch zur kommerziellen Nutzung Deines Werkes erteilt?

Frage 4: Namensnennung
Verzichtest du bei jeder Weitergabe auf die Nennung deines Namens?

Die folgende Infografik stellt die vier Fragen bildlich dar. Der Zug startet rechts mit der ersten Frage und wird links je nach Antwort, der passenden Lizenz zugeordnet. Wenn alle Fragen mit ja beantwortet werden, so wird das kreative Eigentum als Public Domain eingestuft und kann zu jedem Zweck und ohne Erlaubnis des Urhebers verwendet werden.

Grafik von Barbara Klute und Jöran Muuß-Merholz. Quelle: http://open-educational-resources.de/cc-lizenz-infografik/

Die folgende Tabelle zeigt die sechs verschiedenen CC-Lizenzen mit dem entsprechenden Logo. Halte auf Webseiten nach den CC-Logos Ausschau um Informationen über die Nutzungsbedingungen von Inhalte zu erhalten!

Von Ana Victória Sampaio Lechner, April 2018