Unsere große Herausforderung ist es, unsere Studierenden auf eine Zukunft vorzubereiten, die wir alle noch nicht kennen. In Zeiten, in denen die Halbwertzeit von Wissen dramatisch kürzer wird und enzyklopädisches Wissen schlagartig an Wert verliert, geht es uns im Masterprogramm Sustainable Marketing & Leadership darum, Kompetenzen zu entwickeln – unsere Studierenden in die Lage zu versetzen, sich Wissen zu erschließen und aufzuarbeiten, neues Wissen zu generieren und mit diesem Wissen neuartige Probleme, die wir alle heute eben noch nicht kennen, im Team zu lösen. Deshalb verfolgen wir ein konstruktivistische Lernkultur, die unsere Studierenden eine selbstgesteuerte Lernkultur eröffnet. Gerade wenn es als Führungskraft darum geht, die großen Herausforderungen, wie Digitale Transformation oder sozial-ökologische Transformation, auf organisatorische Innovation, Prozesse des geplanten organisatorischen Wandels, Geschäftsmodelle und Marktzugänge herunter zu brechen, sind Lernziele gefragt, die der französisch-deutsche Didaktiker Jean-Pol Martin unter dem Begriff “Weltverbesserungskompetenz” zusammenfasst.

Zu unseren Lehrenden (die ich hier demnächst vorstellen werde) und unseren Gastreferenten gehören sowohl erfahrene Praktiker als auch gestandene Akademiker. Ebenso versuchen wir die Lehre immer wieder „auf die Straße zu bringen“. So finden mehr oder weniger regelmäßig themenbezogene Exkursionen statt, oder die Studierenden arbeiten empirisch im Feld. So sollen Spannungen zwischen Theorie und Praxis erzeugt und wieder aufgelöst werden. Dabei werden sowohl Praktiken als Theorien und Modelle immer wieder kritisch hinterfragt. Wenn Sie also wissen wollen, wo bei den großen Plattformen das Haar in der Suppe ist, warum Organisationen manchmal zu pathologischem Verhalten neigen, warum SWOT böse und die Rolle von Michael E. Porter anders und kritisch zu betrachten ist, sind Sie in unserem Masterprogramm an der Kölner Business School an der richtigen Stelle.

Vor diesem Hintergrund sind auch die Prüfungsleistungen gestaltet. Es gibt im gesamten Master nur noch drei Klausuren (PO2015), dafür unterschiedlichste Formen von schriftlichen Ausarbeitungen und Präsentationen, wie Projektarbeiten, Case Studies, Poster Präsentationen und andere. In den Transfermodulen können sich die Studierenden eigene Themen aus dem Kontext “Märkte und Marketing”, “Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit” oder „Leadership“, aus den großen Themen, wie Digitalisierung und Zukunft der Arbeit, oder aus dem Kontext einer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit wählen. Hier stehen die Lehrenden den Studierenden als Coaches und mit Methoden zur Seite, während sich die Studierenden die eigentlichen Inhalte selbst erschließen.

Wir verstehen den Master Sustainable Marketing & Leadership keinesfalls als Druckbetankung mit Lehrbuchwissen, sondern als einen Inkubator für eine neue Generation von Führungskräften, die sich ihre Lernräume und Lerninhalte selbst entwickeln und dafür von den Lehrenden eine methodisches und fachliches Rüstzeug an die Hand bekommen, sich in neuen Welten zu bewegen.

Das hat zur Folge, dass sich die Studierenden nicht auf eine passive Konsumrolle zurückziehen können, sondern sich immer wieder die Frage stellen lassen müssen, wie sie ihr Lernen in der Gruppe methodisch und inhaltlich gestalten wollen. Sie lernen dabei, das Wesentliche und das Kritische zu identifizieren, um gute Entscheidungen zu treffen. Und das ist doch am Ende das, was eine wirklich gute Führungskraft ausmacht.

Im folgenden Video erläutere ich Lehre und Didaktik im Studiengang Sustainable Marketing & Leadership (die zum Schluss zunehmend bescheidenere Tonqualität bitte ich zu entschuldigen, leider ist mir das Aufnahmeprogramm abgestürzt und hat sich nicht wieder richtig gefangen).